Vorbemerkung:

Dieser Text ist eine Synthese aus einem Referat vom Sommersemester 1996 und einer Hausaufgabe gleicher Themenstellung, die ich im Wintersemester 1996/97 an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster im Fach Allgemeine Sprachwissenschaft im Proseminar "Parömiologie" (Sprichwortkunde) geschrieben habe. (Dozent: Hartwig Franke, M.A.)
Zwar habe ich die Arbeit an der Hausaufgabe nach einem Jahr des Sammelns von Beispielen beendet, doch bin ich für Ergänzungen und Korrekturen immer dankbar.
Auch Beispiele in jeder beliebigen Sprache (ggf. mit Übersetzung) sind mir noch immer willkommen, da sich dieses Thema zu einem Hobby für mich entwickelt hat.
Die bislang gesammelten Beispiele habe ich auf einer extra Seite untergebracht.



Westfälische Wilhelms–Universität Münster
Institut für Allgemeine Sprachwissenschaft
Proseminar: Parömiologie, Sommersemester 1996
Dozent: Hartwig Franke, M.A.

 

Sprichwörter und Redewendungen — parodiert und verballhornt

oder:

Warum die dicksten Bauern die dümmsten Kartoffeln haben.

Jan Wohlgemuth
4. Semester, Magisterstudiengang (Allgemeine Sprachwissenschaft, Deutsche Philologie, Geographie)

 

Inhalt

1. Einleitung
2. Vorüberlegungen zur Terminologie
2.1 Definitionen sprachlicher Formeln
2.2 Definitionen der Parodie und verwandter Begriffe
3. Klassifikation parodierter Parömien
3.1 Klassifikation nach Koller
3.1.1 Das Syntagma–interne Sprachspiel
3.1.2 Das Syntagma–externe Sprachspiel
3.1.3 Anzeige der wörtlichen Bedeutung des Redensart–Syntagmas...
3.1.4 Redensartenspiel in kritischer Form
3.2 Phänomenologische Klassifikation
3.2.1 Addition
3.2.2 Omission
3.2.3 Substitution
3.2.4 Inversion
3.2.5 Kontamination
3.2.6 Einfügen in einen besonderen Kontext / Kotext
3.3 Semantische Klassifikation
3.3.1 Veränderungen im sprachlichen Bildbereich
3.3.2 Veränderungen im Bereich des Lexikons
3.3.3 Veränderungen im Bereich des Sinns und der Logik der Aussage
4. Motiviertheit der Parodien
5. Zusammenfassung
6. Anhang: Beispiele parodierter Sprichwörter
7. Verzeichnis verwendeter und weiterführender Literatur
Fußnoten

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1. Einleitung

Sprichwörter und Redewendungen sind ein wichtiger Teil des Thesaurus einer jeden Sprache. Diese sprachlichen Formeln gehen dem Sprecher in Fleisch und Blut über, er weiß sie an der richtigen Stelle zu verwenden, und er erkennt sie sofort wieder, auch in neuen Zusammenhängen und in veränderter Form.
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit eben diesen Veränderungen, genauer gesagt mit Parodierungen von Parömien, die hier anhand eines selbst aufgestellten Beispielkorpus systematisch erfaßt und klassifiziert werden sollen; darüber hinaus sollen Ansätze zur Ergründung der Motiviertheit von Sprichwortparodien dargestellt und verglichen werden.

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2. Vorüberlegungen zur Terminologie

Schon bei der Suche nach Beispielmaterial für diese Arbeit fiel mir auf, daß sowohl Sprichwort als auch Parodie teilweise sehr diffus von verwandten Begriffen terminologisch abgegrenzt werden, und daß diese Abgrenzungen in der einschlägigen Literatur teilweise sehr unterschiedlich sind. Für die sinnvolle Aufstellung des Beispielkorpus ist es jedoch notwendig, sich festzulegen, was unter diesen beiden Begriffen zu verstehen ist, und welche Beispiele nicht unter einen der Begriffe fallen.

2.1 Definitionen sprachlicher Formeln

Nicht jede vielbenutzte sprachliche Formel ist ein Sprichwort. Jedoch beschreibt z. B. LEWANDOWSKI Sprichwörter als

"[...] feste Wortverbindungen, die aus vollständigen bzw. formal und inhaltlich abgeschlossenen Sätzen bestehen, die bestimmte Erfahrungen, Meinungen oder Anschauungen darstellen und durch sowohl unveränderten als auch häufigen Gebrauch Gemeingut einer Sprachgemeinschaft geworden sind [...]"(1)
und grenzt sie damit zwar gegen Redewendungen ab, die im Gegensatz dazu nicht syntaktisch abgeschlossen sind, sondern in einen Satz eingeflochten werden müssen, jedoch ist mit dieser Definition das Problem verbunden, daß sie eine weitere Art oft verwendeter Sprachformeln nicht ausschließt: das Zitat. Eine aussageähnliche – wenn auch umfassendere – Definition findet sich im METZLER LEXIKON SPRACHE:
"Das S. ist eine >feste< Wendung (invariable Konstruktion) mit lehrhafter Tendenz, die sich [...] als <Lebensweisheit> empfiehlt. Es gehört zum festen lexikal. Bestand einer Spr. und hat oft eine übertragene (metaphor.) Bedeutung, die nicht ident. ist mit dem unmittelbar im Satz mitgeteilten Sachverhalt [...].(2)
Auf das Abgrenzungsproblem von Zitat und Sprichwort geht RÖHRICH im Vorwort zu seinem Lexikon der Sprichwörtlichen Redensarten ein. Im Zusammenhang mit der Frage nach dem "Gebrauchsbeginn [...] einer sprichwörtlichen Redensart"(3) führt er aus, daß treffende Formulierungen in den allgemeinen Sprachgebrauch übernommen werden können, wobei "Häufigkeit und Anonymität ihres Auftretens"(4) charakteristisch für die Verwendung als Sprichwort seien:
"Ein Zitat wird dann zu einer Redensart, wenn es anonym, verfügbar geworden ist, wenn eben nicht mehr ‚zitiert’ wird. In dem Augenblick, wo bei einem Zitat der literarische Urheber vergessen wird, ist der Schritt zur Redensart schon getan."(5)
Auch wenn diese Abgrenzung in Einzelfällen anfechtbar und die Einschätzung des Zitatcharakters eher subjektiv ist, habe ich mich entschlossen, Zitatparodien in meine Betrachtung einzubeziehen, wenn die Parodien selbst nach meinem Ermessen bereits redensartlich verwendet werden.

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2.2 Definitionen der Parodie und verwandter Begriffe

Hier schließt sich die Frage an, was überhaupt eine Parodie ist. Ursprünglich kommt der Begriff aus der Fachsprache der Musik; dort bezeichnet man mit Parodie die "Umformung eines Tonsatzes zu einem neuen Werk"(6). (Bildung analog zu Paraphrase aus grch. para 'neben, gegen' und gr. poet. oidé 'Gesang', wie es noch in Melodie und Tragödie erhalten ist)(7). Das BROCKHAUS RIEMANN MUSIKLEXIKON definiert Parodie so:

"Im Unterschied zum primär dichterischen, einen Text nachahmenden Vorgang der Kontrafaktur bedeutet das Parodieren [...] einen Eingriff in die Komposition, um sie einem neuen Zweck zuzuführen oder einer anderen Klangvorstellung anzupassen. Mittel der Parodie sind unter anderem Zufügen oder Weglassen [...], Ändern der Rhythmik, Melodik und Harmonik, Erweitern durch Einfügung neukomponierter Abschnitte oder Kürzen."(8)
Analog wird der Begriff auch in der Literaturwissenschaft verwendet. Eine knappe aber treffende Definition findet sich in WEBSTER'S NEW ENCYCLOPEDIC DICTIONARY:
"a literary or musical work in which the style of an author or work is closely imitated for comic effect or in ridicule".(9)
Dem stellt HUTCHEON entgegen, daß der komische Effekt nicht zwangsläufig Bestandteil der Parodie sein muß und erklärt:
"A critical distance is implied between the backgrounded text being parodied and the new incorporating work, a distance, usually signaled by irony. But this irony can be playful as well as belittling; it can be critically constructive as well as destructive."(10)
Dieser Problembereich um die Funktion der Parodie soll in Abschnitt 4 im Zusammenhang mit der Motiviertheit von Parodien näher erläutert werden. Bereits in ihrer Einführung formuliert HUTCHEON mehrere Parodie–Definitionen:
"Parody, [...], is a form of imitation, but imitation characterized by ironic inversion, not always at the expense of the parodied text. [...] Parody is, in another formulation, repetition with critical distance, which marks difference rather than similarity."(11)

Zusammenfassend läßt sich Parodie also beschreiben als eine (stilistische) Imitation, die sowohl auf einer formalen Parallelität als auch auf einer unerwarteten (inhaltlichen) Veränderung basiert.

In diesem Zusammenhang sollen noch zwei weitere Begriffe kurz erläutert werden, die oft synonym zu Parodie verwendet werden. Der bereits in der zitierten Parodie–Definition des Musik–BROCKHAUS angesprochene Begriff Kontrafaktur stammt von lat. contrafacere (contra 'gegen' und facere 'machen, tun') und bezeichnet das Versehen einer bestehenden (meist sakralen) Melodie mit einem neuen (meist profanen) Text. Daneben wird bzw. wurde der Begriff mit der Bedeutung 'Ebenbild, Abbild' gebraucht.(12)
Eine andere verbreitete Bezeichnung für diesen Vorgang, das Wort Verballhornung ist geprägt auf den Lübecker Buchdrucker Johann Ballhorn, dessen (eigene?) übertriebene Korrekturen und Veränderungen an einem Gesetzestext, der in seinem Verlagshaus erschien, im 16. Jahrhundert eben sprichwörtlich wurden.(13)
Auf weitere verwandte kunst- und literaturwissenschaftliche Begriffe soll hier nicht eingegangen werden, da dies den Rahmen dieser Arbeit sprengen würde. Zur Theorie und Begriffsgeschichte der Parodie und der anderen aufgeführten Begriffe sei insbesondere verwiesen auf RÖHRICH (1977), HUTCHEON und VERWEYEN/WITTING.

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3. Klassifikation parodierter Parömien

Angesichts der Vielzahl von Sprichwortparodien stellt sich die Frage, inwiefern diese Gemeinsamkeiten und Unterschiede aufweisen, und ob sie sich unter verschiedenen Typen von Bildungs- oder Verwendungsmustern zusammenfassen lassen.

3.1 Klassifikation nach KOLLER

Werner KOLLER unterscheidet vier Gruppen des Sprachspiels(14), unter das hier die Parodierung subsumiert werden soll:

  1. Syntagma–interne Sprachspiel
  2. Syntagma–externe Sprachspiel
  3. Anzeige der wörtlichen Bedeutung des Redensart–Syntagmas durch zusätzliche lexikalische / graphische Mittel.
  4. Redensartenspiel in kritischer Funktion

3.1.1 Das Syntagma–interne Sprachspiel

sei gekennzeichnet durch den "Austausch eines Redensart–Lexems"(15), die "Erweiterung von Redensarten mit adjektivischen oder Genitiv–Attributen"(16) oder die "Bildung von Zusammensetzungen."(17) Durch diese Veränderungen wird die Redensart einerseits literalisiert und andererseits das zugrundeliegende sprachliche Bild in seinem Charakter intensiviert.

3.1.2 Das Syntagma–externe Sprachspiel

zeichne sich aus durch die "Synonymische Wiederaufnahme von Redensart–Elementen im Kotext"(18), wobei diese wie beim Syntagma–internen Wortspiel literalisiert werden, wobei entweder einzelne Lexeme wörtlich wieder aufgegriffen werden, oder semantisch äquivalente(19) Lexeme eine Verbindung zur Redensart herstellen, wie z.B. bei "Reinen Wein über Abwässer einschenken"(20). Die Literalisierung des Redensart–Syntagmas schließt nicht aus, daß die redensartliche Bedeutung nicht gleichzeitig impliziert wird:

"Der Kotext/Textinhalt zeigt an, daß das Redensart–Syntagma wörtlich zu verstehen ist, zugleich schwingt jedoch die Redensart–Bedeutung mit: [...] ‚Signalarbeiterstreik in Südwestengland – 100.000 Pendler blieben auf der Strecke’ [...]"(21)

3.1.3 Anzeige der wörtlichen Bedeutung des Redensart–Syntagmas durch zusätzliche lexikalische / graphische Mittel

In einigen Fällen wird diese Doppeldeutigkeit explizit gekennzeichnet. KOLLER bezeichnet dies als "Anzeige der wörtlichen Bedeutung des Redensart–Syntagmas durch zusätzliche lexikalische / graphische Mittel"(22). Dies kann geschehen, indem beispielsweise das betreffenden Lexem in Anführungsstriche gesetzt wird, oder ein "buchstäblich" o. ä. dazutritt.

3.1.4 Redensartenspiel in kritischer Funktion

Nach Koller hat das Sprachspiel, hier die Parodie, "die Funktion, Stereotype zu entlarven"(23), und Kritik an den Inhalten der Redensart oder des Sprichwortes zu leisten Dies soll aber noch gesondert in Teil 4. dieser Arbeit betrachtet werden. Formal geschieht diese Kritik durch Hinzufügung von Widerlegungen oder durch Hinterfragen der verwendeten Metapher.

Das Redensartenspiel in der schönen Literatur erwähnt KOLLER zwar, klassifiziert es jedoch nicht, sondern kommentiert nur ausgewählte Beispiele, auf die hier deswegen nicht näher eingegangen werden soll.
Insgesamt ist diese Einteilung also nicht sehr umfassend, sie durchmischt formale und inhaltliche Kriterien, und sie beschränkt sich nur auf Redensarten im engeren Sinne. Das hat mich dazu veranlaßt, selbst den Versuch einer allgemeinen Einteilung der verschiedenen Arten von Parodien auf Sprichwörter und Redewendungen zu unternehmen.

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3.2 Phänomenologische Klassifikation

Im Gegensatz zu KOLLER will ich meine Klassifikation auf zwei Ebenen durchführen: auf der einen Seite die Phänomenologie, auf der anderen Seite die Semantik der Parodie, da meines Erachtens bei vielen Sprachspielen die Sprachformel scheinbar nur oberflächlich verändert wird. Die Parodie lebt geradezu davon, daß sie mit sehr geringen Veränderungen eine große Wirkung erzielt. Dabei darf aber nicht vergessen werden, daß natürlich bei jeder Veränderung der Oberflächenstruktur einer sprachlichen Formel sich auch ihren Tiefenstruktur ändert, was aber auf sehr unterschiedliche Weise geschieht und deshalb gesondert in Abschnitt 3.3 betrachtet werden soll.

3.2.1 Addition

Unter Addition fasse ich diejenigen Veränderungen zusammen, die zur sprachlichen Formel lediglich etwas hinzufügen. Dies kann sowohl auf der Ebene einzelner Laute ("...wie steh’n die Akazien?"), auf der Ebene einzelner Morpheme / Lexeme ("Man soll den Tag nicht vor dem Abendbrot loben."), als auch auf der Ebene von Syntagmen ("Geld allein macht nicht glücklich, es muß einem auch gehören.") geschehen. Was über das Hinzufügen oder das Auffüllen eines Satzes hinausgeht, ist als Einfügen in einen besonderen Kontext zu verstehen.(24)

3.2.2 Omission

Das Gegenteil der Addition ist die Omission: Es werden Teile der ursprünglichen Form weggelassen ("aus dem Regen in die Taufe kommen" "darauf kannst du einen lassen"), ohne daß neue Teile an der selben Stelle hinzutreten. (Ein Hinzutreten an anderer Stelle wäre eine gleichzeitige Addition.)

3.2.3 Substitution

Die Substitution ist das Austauschen einzelner (annähernd gleich großer) Einheiten in der Parömie: auf der Ebene einzelner Laute wäre das beispielsweise "Trauring aber wahr", oder "Liegen haben kurze Beine.", auf der Ebene einzelner Morpheme / Lexeme z.B. "das ist doch ‘was ganz Ananas", und auf der Ebene von Syntagmen z.B. "Eine Stumme im Bett ist besser als eine Taube auf dem Dach." Sind die ausgetauschten Einheiten von extrem unterschiedlicher Größe, so bleibt abzuwägen, ob es sich dabei nicht um eine Addition oder eine Mischform aus jener und der Substitution handelt.

3.2.4 Inversion

Bei der Inversion wird die Reihenfolge der jeweils betroffenen Teile der Parömie umgestellt, ohne daß sich an deren Substanz etwas ändert. Dies muß nicht zwangsläufig zu einer exakten Umkehr oder Spiegelung führen, wie der Begriff zunächst nahezulegen scheint. Auch dieser Typ kann auf Laute ("Was lange gärt wird endlich Wut."), Morpheme / Lexeme ("Widergewalt gegen den Staatsverstand.") oder Syntagmen angewandt werden.

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3.2.5 Kontamination

Kontamination bedeutet 'Vermengung, Verunreinigung', und genau dies passiert bei dieser Art der Parodie: es werden zwei oder mehrere Parömien miteinander vermischt, Teile der einen werden bei der anderen eingefügt, oder der Inhalt der einen wird in das Syntagma der anderen übertragen, er "verunreinigt" es. Bei "dann ist das Kind im Trockenen" sind zwei Redensarten ("wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist" und "in trockenen Tüchern" oder "seine Schäfchen im Trockenen haben") vermischt worden. "Müßiggang hat Gold im Mund." ist die Kontamination zweier Sprichwörter. (Im Falle dieses konkreten Beispiels gibt es auch die entsprechend entgegengesetzte Bildung "Morgenstund' ist aller Laster Anfang.", so daß eine Art Kreuzungsform entsteht.)
Über diese gleichartigen Vermischungen hinaus gibt es aber auch die Kontamination Redensart mit Sprichwort ("Reden ist Blech, Schweigen ist Gold." "Wer im Glashaus sitzt, soll nicht Eulen nach Athen tragen."), die vom Prinzip genauso abläuft, wie die anderen Kontaminationen. Hierbei ist anzumerken, daß sprichwörtliche Redewendungen sich besser dafür eignen, in Kontaminationen verwendet zu werden, da sie definitionsgemäß unvollständige Teilsätze sind, die ohnehin erst in einen Satzzusammenhang eingefügt werden müssen, in diesem Fall eben in den eines Sprichwortes oder einer anderen Redensart.

3.2.6 Einfügen in einen besonderen Kontext / Kotext

Wauml;hrend bei den bisher erwähnten Methoden immer die Parömie in ihrer Form verändert wurde, bleibt sie beim Einfügen in einen besonderen Kontext in ihrer Originalform erhalten. Erst durch den Zusammenhang mit dem umgebenden Text wird das Sprachspiel mit der Parömie deutlich(25), wie z.B. bei den Redewendungen "...dem Müll eine Abfuhr erteilen" "Besser ein Elefant im Porzellanladen als eine Meißner Tasse im Elefantenhaus." oder beim Sprichwort "Geld allein macht nicht glücklich. Dazu gehören noch Aktien, Beteiligungen, Gold, Immobilien, und Wertpapiere."
Hier werden einzelne Sinninhalte der Parömien absichtlich in einen mißverständlichen Zusammenhang gebracht, in dem die jeweils unpassenden Bedeutungen von Polysemen und Homophonen angewandt werden (können), oder der Bildbereich einer Metapher erweitert wird.

Diese bisher getroffene Einteilung orientiert sich am phänomenologischen Befund, wobei anzumerken ist, daß die Stufen der einzelnen Methoden einander einschließen können. Einen Laut auszutauschen heißt ja letztendlich durch den Bedeutungswechsel auch ein Lexem auszutauschen, ist aber phänomenologisch betrachtet ein geringerer Aufwand, der die Parodie (noch) näher am Original stehen läßt. Das gleiche gilt auch für den Wegfall oder das Hinzufügen von Lauten. Dieser Austauschvorgang ist jedoch eher semantischer Natur. Eine derartige Trennung kann es bei Kontaminationen und dem Einfügen in einen speziellen Kontext nicht immer geben, da insbesondere bei letzteren die Syntagmen der Originale oft unverändert übernommen werden.

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3.3 Semantische Klassifikation

Die Parodie sprichwörtlicher Redeformen kann auf der semantischen Betrachtungsebene in drei Bereichen eine Veränderung mit sich führen:

  1. Im sprachlichen Bildbereich
  2. Bereich des Lexikons
  3. Im Bereich des Sinns und der Logik der Aussage

3.3.1 Veränderungen im sprachlichen Bildbereich

Wie bereits in den vorherigen Abschnitten mehrfach angesprochen, ist die Bedeutung einer Parömie nicht identisch mit der Summe der Bedeutungen ihrer Bestandteile bzw. ihrer vordergründigen Satzaussage. Es tritt immer eine Bildhaftigkeit des Ausdrucks hinzu. Die Parodie bedient sich dieses sprachlichen Bildes, indem sie es in ein verändertes (erweitertes, verengtes, aktualisiertes oder ein völlig neues) sprachliches Bild überträgt, ("Wie man sich füttert, so wiegt man." "Nachts sind alle Ampeln grün.") die Perspektive des sprachlichen Bildes verändert ("The early worm is being picked first.") oder Teile des Bildes literalisiert ("Wer im Glashaus sitzt, hat immer frische Tomaten.").

3.3.2 Veränderungen im Bereich des Lexikons

Die falsche Verwendung von Polysemen bzw. die Verwendung der unpassenden Bedeutung von Homophonen ("Der Apfel fällt nicht weit vom Roß.", "Stoßstange ist aller Laster Anfang.") hat ebenfalls parodistische Wirkung. Diese Veränderung impliziert natürlich auch eine Änderung im sprachlichen Bildbereich.
Auch ein Mißverständnis oder eine Volksetymologie einer (meist fremdsprachlichen oder sehr alten, undurchsichtigen) Redewendung kann eine Veränderung im Bereich des Lexikons bedeuten. Hierbei werden nicht verstandene oder unbekannte Lexeme oder Syntagmen durch bekannte, ähnlich klingende, ersetzt, wobei der ursprüngliche Sinn der Wendung verlorengeht. ("Á votre sanitaire", "Tel Aviv")

3.3.3 Veränderungen im Bereich des Sinns und der Logik der Aussage

Die Aussagelogik und der Sinngehalt einer Parömie sind zweifelsohne ein beliebtes Ziel der Parodie. Die Gründe dafür werden im Abschnitt 4 noch näher beleuchtet, hier soll zunächst der formale Vorgang Betrachtungsgegenstand sein.
Eine Art Inversion auf semantischer Ebene sind der Umkehrschluß, bei dem das Argument der Aussage in sein Gegenteil verkehrt wird, und dann impliziert wird, daß auch das Prädikat das Gegenteil des ursprünglichen Prädikates sei ("Wer sündigt, schläft nicht." [Hier auch gleichzeitig eine syntaktische Inversion.] "Kleine Bosheiten erhalten die Feindschaft."), und die Antithese ("Im Alter nützt auch Torheit nichts.").
Ebenfalls auf die Aussagelogik des zugrundeliegenden Originals zielt das Treffen einer redundanten oder unsinnigen Aussage in der Parodie ("Ewig währt am längsten.", "Eine Schwalbe macht noch keine Schwälbchen.", "Man soll das Kind in den Brunnen werfen, solange es noch warm ist.").

Sprichwortparodien lassen sich aber auch danach einteilen, inwiefern die Aussage der zugrundeliegenden Parömie übernommen oder verändert worden ist. Die beiden Extremfälle sind eine gleichbleibende Aussage ("Wer hoch steigt, fällt nicht weit vom Stamm.") oder aber die absolute Sinnentleerung ("Inkognito ergo sum."). Dazwischen gibt es einen Bereich, in dem die Originalaussage mehr oder minder verändert wird. Sie kann dabei umgekehrt ("Morgenstund' ist ungesund."), erweitert ("Wer vorher sündigt schläft besser."), konkretisiert ("Die Lüge hat ein kurzes Bein (– Goebbels).", "Man soll den Tag nicht vor dem Abendprogramm loben."), oder aktualisiert werden. (zeitlich "kuj zhelezo poka gorbachov" sprachlich "Die Axt im Haus erspart den Heimwerker." sachlich "Reich und Reich gesellt sich gern.").
Selbstverständlich lassen sich die Parodien hierbei nicht immer eindeutig ausschließlich einer der Gruppen zuordnen; die Gruppen schließen einander nicht gegenseitig aus.

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4. Motiviertheit der Parodien

In vielen Fällen kann über die Motiviertheit einer Parodie nur gemutmaßt werden, insbesondere wenn sie spontan geschieht und nicht, um in irgendeiner literarischen Form festgehalten zu werden. In der einschlägigen Literatur werden jedoch verschiedene Erklärungen gegeben oder Ansätze dazu gemacht, welche hier einander gegenübergestellt werden sollen.
Als Hauptgründe für den Wandel von Sprichworten nennt RÖHRICH im Vorwort zu seinem Lexikon der Sprichwörtlichen Redensarten sowohl die Verkürzung von zu langen sprachlichen Formeln als auch das Bedürfnis, die Sprichwortaussage neu auszudrücken, bzw. sie der jeweiligen Situation anzupassen(26), beispielsweise dadurch, daß die sprachlichen Bilder (die zumeist die Lebenssituation zu Zeiten der Entstehung des Sprichwortes wiedergeben) zeitlich dem heutigen Leben angepaßt werden. Gerade das Erhabene, Pathetische oder Ernste am Sprichwort verleitet dazu, es lächerlich zu machen. Die als überkommen angesehene Sprachformel wird in ein neues (modernes) Gewand gesteckt, und sowohl der Vergleich mit dem Original als auch der Witz, der zumeist in der Parodie enthalten ist, machen deren Reiz aus.
In diesem Zusammenhang ist eine Motiviertheit auch im Spaß am Spiel mit der Sprache und dem Überschreiten der Grenze einer festgefügten Form zu suchen. KOLLER schreibt hierzu:

"Spiel mit Redensarten [...] bedeutet immer bewußtes oder unbewußtes, beabsichtigtes oder unbeabsichtigtes Aufbegehren gegen Konventionelles, Befreiung von sprachlichen Notwendigkeiten, Durchschaubarmachung (mutter)sprachlicher Zwänge, impliziert eine sprachkritische Einstellung, indem [...] Sprache beim Wort genommen und in ihrer Wörtlichkeit hinterfragt wird."(27)
Ähnlich sieht auch RÖHRICH die Sprichwortparodie:
"Nicht zuletzt sind diese Parodien gute Beispiele des Volkswitzes. Sie zeugen vom angeborenen menschlichen Spieltrieb mit der Sprache, von der Umkehr des tierischen Ernstes, und sie zeugen vom nicht immer selbstverständlichen Mut des Menschen, sich über Konventionen hinwegzusetzen und sich von den überlieferten Ordnungen zu befreien."(28)
An anderer Stelle formuliert RÖHRICH die Hauptgründe für die Parodierung von Parömien so:
"Alles Vielzitierte wird abgenutzt und bekommt dadurch immer mehr eine innere Disposition zur Parodie. Das gilt vorzugsweise auch für das Sprichwort. [...] leicht wird aus einem vielgesprochenen Wort dann ein zu viel gesprochenes Wort. Doch es ist nicht nur die Abnützung, die zur Parodie führt. Gerade die apodiktische und oft einseitige Weisheit des volkstümlichen Sprichworts fordert zum >Widerspruch< heraus [...]"(29)
Ein weiterer Grund liegt also in der Ablehnung der Aussage eines Sprichwortes. Die Verhaltensregeln, Lebensweisheiten und Moralvorstellungen, die durch das Sprichwort übermittelt werden sollen, gelten vielfach als überkommen und veraltet. MIEDER stellt beispielsweise fest:
"Zweifelsohne haben Sprichwörter im modernen Sprachgebrauch viel an ihrer moralisch didaktischen Bedeutung verloren, so daß sie heute immer mehr modernisiert, d.h. dem Zeitgeiste entsprechend variiert werden."(30)
Wer dennoch (zu oft) durch Sprichworte gemaßregelt wird, drückt seine Aversion gegen die "moralinsauren Sprichwörter"(31) dadurch aus, daß er sie parodiert, indem er ihren Sinn umkehrt, abwandelt oder sie einfach zu Unsinn umformt, und vielleicht seine eigene – abweichende – Moralvorstellung korrigierend einbaut ("Morgenstund' ist ungesund.") wie der von Mieder zitierte Aphoristiker der "in den populären Sprichwörtern oft eine Einseitigkeit [sieht], die ihn zu einem Angriff reizt."(32)
Eng damit einher geht die Kritik am Sprichwort selbst, insbesondere seiner Metaphorik. Wie bereits unter 3.1.4 angedeutet, sollen durch die Parodie
"[...] eine sprachkritische Einstellung gegenüber dem Redensarten–Inhalt, den in Redensarten zementierten Handlungsanweisungen und Interpretationsmustern zum Ausdruck gebracht werden [...]"(33),
um "Stereotype zu entlarven"(34) und in ihrer Aussage zu hinterfragen. Diese soll dabei "als Binsenweisheit, als unzutreffende Verallgemeinerung, als gefährlich–selbstverständliches Interpretationsmuster"(35) angeprangert werden.
In ähnlicher Form kritisiert auch MIEDER, die "eingleisigen Vorschriften und [den] Anspruch auf Allgemeingültigkeit der Sprichwörter"(36) und daß sie "zu schnell aus beschränkter Sicht Lebensregeln aufbauen wollen"(37) wodurch sie (parodistischen) Widerspruch herausfordern.

Ein Spezialfall, der hiervon gesondert zu betrachten ist, ist die Verwendung von verfremdeten Sprichwörtern und Redewendungen in der Werbung. Hier wird darauf spekuliert, durch den neuen Text im alten Kleid Aufmerksamkeit zu erregen und einen höheren Wiedererkennungs- und Erinnerungsfaktor zu erreichen.

"Wenn der Slogan durch Kontrafaktur oder formale Analogie sich vom Sprichwort oder ähnlichem ziehen läßt, [...], nimmt er teil an Schlagkraft und Renommee des Vorläufers."(38)
Hier wird – im Gegensatz zu den zuvor zitierten Auffassungen – davon ausgegangen, daß Parömien nicht in ihrem Wahrheitsgehalt hinterfragt werden, und durch ihren Bekanntheitsgrad als allgemeingültige Tatsache hingenommen werden, wovon der Werbeslogan profitiert.

Zusammenfassend läßt sich also feststellen, daß das Sprichwort wie die Redewendung zumeist als unwahr, veraltet, unangemessen oder moralüberfrachtet betrachtet wird, deswegen und wegen seiner meist als altertümlich empfundenen Sprache und Metaphorik Ablehnung und Widerspruch evoziert, die sich im Humor der Parodie entladen.
Im Zusammenhang mit dieser Arbeit bin ich nur einmal wissentlich Zeuge einer neuen Parodierung geworden: "Morgenstund' hat Mundgeruch."(39). Die Autorin dieser Parodie konnte auf meine Frage nach ihrer Motivation lediglich erklären, ihr sei "halt so danach gewesen". Der Spaß am Spiel mit der Sprache liegt hier als Motiv wie wahrscheinlich in fast allen Fällen der Parodierung nahe, wobei meiner Ansicht nach die anderen vorgenannten Gründe in von Fall zu Fall wechselnder Intensität hinzutreten.

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5. Zusammenfassung

Mir sind bisher nur wenige Arbeiten bekannt, die sich ausschließlich auf Parodien von Sprichwörtern und Redewendungen beziehen. Zumeist wird die Parodierung von literarischen oder künstlerischen Werken behandelt, und die Parömien mehr als Randphänomen behandelt. Lediglich Koller und Röhrich gehen in ihren Werken genauer auf dieses Thema ein. Eine systematische Klassifizierung, wie sie Ziel dieser Arbeit war, haben jedoch auch sie nicht vorgenommen; so zieht z.B. RÖHRICH (1967) zumeist regionale Kriterien oder die Autorschaft (soweit belegt) oder den sprachlichen Bildbereich heran, um die Parodien einzuteilen.
Von da her war es zum Erreichen eines der Ziele dieser Arbeit notwendig, eine eigene Terminologie und Klassifikation zu erarbeiten, die sich auf das Beispielkorpus anwenden läßt, um es systematisch zu erfassen.

Über die Motiviertheit von Parodien wird in fast allen zitierten Werken geschrieben, jedoch ergibt sich auch hieraus ein eher diffuses Bild, in dem einige zentrale Aspekte wiederholt auftauchen. Eine definitive Antwort, warum dieses oder jenes Sprichwort auf diese oder jene Weise parodiert worden ist, kann und sollte auch diese Arbeit nicht leisten, vielmehr sollten verschiedene Erklärungsansätze und ihre generellen Tendenzen gegenübergestellt werden. Der Spaß am Spiel mit der Sprache sowie die Ablehnung von Form und Inhalten der tradierten Sprichwörter stehen als wichtigste Gründe für die Parodierung fest.

Und wenn die formelhafte Sprache von Redensart und Sprichwort trotz aller Ablehnung, die ihr widerfährt, dennoch überlebt, so verdankt sie ihr Verbleiben im aktiven Sprachschatz (auch der jüngeren Generation) nicht zuletzt der Parodie.

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6. Anhang: Besipiele parodierter Parömien

(ist ein gesondertes Dokument)


7. Verzeichnis verwendeter und weiterführender Literatur


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Fußnoten:

Mit (zurück zur Textstelle) kommt man wieder zur Position der Fußnote im Text.
  1. Lewandowski, S. 1095 (zurück zur Textstelle)
  2. Metzler, S. 599 (zurück zur Textstelle)
  3. Röhrich (1973), S. 14 (zurück zur Textstelle)
  4. ebd. (zurück zur Textstelle)
  5. a.a.O., S. 15 (zurück zur Textstelle)
  6. Brockhaus Riemann Musiklexikon, S. 271 (zurück zur Textstelle)
  7. Vgl. Kluge/Seebold, S. 614 (zurück zur Textstelle)
  8. Brockhaus Riemann Musiklexikon, S. 271f (zurück zur Textstelle)
  9. Webster's, S. 730 (zurück zur Textstelle)
  10. Hutcheon, S. 32 (zurück zur Textstelle)
  11. a.a.O., S. 6 (zurück zur Textstelle)
  12. Vgl. dazu Verweyen/Witting, S. 11-16 (zurück zur Textstelle)
  13. Vgl. Kluge/Seebold, S. 854f (zurück zur Textstelle)
  14. Koller, S. 190-195 (zurück zur Textstelle)
  15. a.a.O., S. 190f (zurück zur Textstelle)
  16. a.a.O., S. 192 (zurück zur Textstelle)
  17. ebd. (zurück zur Textstelle)
  18. a.a.O., S. 193 (zurück zur Textstelle)
  19. ebd. (zurück zur Textstelle)
  20. ebd., Hervorhebung von mir. (zurück zur Textstelle)
  21. a.a.O., S. 194, Hervorhebung von mir. (zurück zur Textstelle)
  22. ebd. (zurück zur Textstelle)
  23. a.a.O., S. 195 (zurück zur Textstelle)
  24. Vgl. Abschnitt 3.2.6 (zurück zur Textstelle)
  25. Vgl. Abschnitt 3.1.2 (zurück zur Textstelle)
  26. Vgl. Röhrich (1973), S. 13f (zurück zur Textstelle)
  27. Koller, S. 188f, Hervorhebung durch den Autor (zurück zur Textstelle)
  28. Röhrich (1977), S. 71f (zurück zur Textstelle)
  29. Röhrich (1977), S. 68 nach Röhrich (1967), S. 181 (zurück zur Textstelle)
  30. Mieder, S. 88 (zurück zur Textstelle)
  31. Zitat H. Franke aus dem Proseminar (zurück zur Textstelle)
  32. Mieder, S. 53 (zurück zur Textstelle)
  33. Koller, S. 195, Hervorhebung durch den Autor (zurück zur Textstelle)
  34. ebd. (zurück zur Textstelle)
  35. a.a.O., S. 196 (zurück zur Textstelle)
  36. Mieder, S. 58 (zurück zur Textstelle)
  37. a.a.O., S. 56 (zurück zur Textstelle)
  38. Klotz, S. 99 (zurück zur Textstelle)
  39. Geprägt vor Beginn der Seminarsitzung vom 18. April 1996 von einer Seminarteilnehmerin, die ausdrücklich nicht namentlich genannt werden will. (zurück zur Textstelle)




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Zuletzt inhaltlich geändert: 21. Dezember 1997
Erstmals erstellt: August 1996